Tattooentfernung per Rubinlaser

Es sah einmal hübsch aus, war hip und cool - aber jetzt ist es nur noch störend, hinderlich im Berufsleben, muss dringend verschwinden - oder soll durch ein neues ersetzt werden.
Um ein Tattoo wieder loszuwerden, gibt es inzwischen verschiedene Methoden, die meistens aber eine Operation nötig machen. Einfacher geht es inzwischen mit modernster und erprobter Lasertechnik.

Was ist ein Tattoo?

Beim Einbringen von Farbpigmenten in die Haut entsteht eine Tätowierung (engl. „Tattoo“). Es gibt verschiedene Arten von Tätowierungen:
  • Tattoos, die von Amateur- oder Profitätowierern gestochen wurden. Darunter zählen dauerhafte Permanent-Tattoos, Permanent-Make-Up sowie verunglückte Biotattoos und "Temptoos".
  • Schmutztätowierungen, die durch das Eindringen von gefärbten Partikeln in die Haut entstehen. Darunter zählen z. B. Unfälle mit Feuerwerkskörpern durch Schwarzpulverexplosion oder Straßenunfälle auf Teer- oder Aschestraßen.
  • Kosmetische und medizinische Tätowierungen, z. B. als Ersatz bei Haarausfall oder künstliche Augenbrauen.
Tattoo
Die in die Haut eingebrachten Farbpigmente sind zu groß, um vom Körper wieder abgebaut zu werden. Deswegen bleibt ein Tattoo permanent erhalten und immer sichtbar.
Auch vorübergehend geplante Tattoos (Biotattoos, Temptoos) können u. U. permanent verbleiben, wenn die tiefere Lederhaut anstatt der Oberhaut getroffen wurde. Bei diesen Tätowierungen sollte die Farbe oberflächlich in der Oberhaut platziert werden, um durch die natürliche Hauterneuerung mit der Zeit ein Herauswachsen und Verblassen zu erzielen. Es gibt keine sich selbst auflösenden Farben, unabhängig davon, um was für ein Pigment es sich handelt.
Für die Entfernung von Tattoos oder Pigmentflecken mittels Laser ist es egal, ob es sich um ein künstliches Pigment (Tattoofarbe oder Schmutz) oder biologisches Pigment in Form von Altersflecken handelt.


Prinzip der Tattooentfernung per Laser

Die Farbpigmente in der Haut werden durch extrem kurze Laserimpulse gesprengt - ohne dabei die Haut zu schädigen. Um diese kurzen Impulse zu erzeugen, wird im Laser ein sogenannter optischer „Güteschalter“, auch „Q-Switch“ genannt, benutzt. Durch den Q-Switch wird das Laserlicht über einen Zeitraum von einigen Millisekunden gebündelt und dann in einem ultrakurzen Impuls von wenigen Nanosekunden (Milliardstelsekunden) abgegeben. Dadurch steigt die Energieleistung dieses kurzen Impulses in den hohen Megawattbereich.
Ohne den Q-Switch kann ein Laser für die Tattooentfernung nicht verwendet werden, da der Laserimpuls zu lang wäre und die Haut verletzen würde. Der Erfolg ist hierbei also stark von der Qualität und Technik des Lasers abhängig.
Wellmetic setzt einen medizinischen und klinisch erprobten HighEnd Rubin-Laser aus deutscher Forschung ein, der mit einer konstanten Wellenlänge von 694 nm und ultrakurzen Impulszeiten von nur 20 Nanosekunden bei äußerst hoher Impulsenergie arbeitet, was erhebliche Vorteile hinsichtlich Effektivität und Hautschonung bringt.
Tattooentfernung per Laser ist ein HighTec-Verfahren. Das Behandlungsergebnis steht und fällt grundsätzlich mit dem verwendeten Laser: Je besser die Technik, je aufwändiger das Gerät, je kraftvoller der Laser, desto besser das Behandlungsergebnis.
Verblasste und tiefgestochene Tattoos müssen mit höherer Laser-Energie behandelt werden, um überhaupt einen Effekt zu erzielen. Diese nötige Energie kann aber von vielen transportablen Tischgeräten technisch gar nicht erzeugt werden, so dass keinerlei Reaktion entsteht. Seien Sie daher sehr skeptisch, wenn kleine Systeme oder chinesische Billigfabrikate, meistens Tischmodelle, verwendet werden.


Funktionsweise - Selektive Photothermolyse

In der Haut gibt es verschiedene Farbträger wie Hämoglobin, Wasser, Melanin etc., die alle ein unterschiedliches Absorptionsverhalten von Licht haben. Die selektive Photothermolyse macht sich zunutze, dass auf eine bestimmte Laser-Wellenlänge nur bestimmte Farbträger reagieren und dadurch deren gezielte Erwärmung und Zerstörung erfolgen kann.

Farbpigmente (braun) erhalten

Farbpigmente (braun) erhalten

Laserbehandlung

Laserbehandlung

Farbpigmente zersprengt

Farbpigmente zersprengt

Abtransport durch Lymphsystem

Abtransport durch Lymphsystem

Die Wellenlänge des Rubinlasers wirkt selektiv - hauptsächlich auf die dunklen Farben von Tattoos und nicht auf das umgebende Gewebe. Es tritt ein photomechanischer Effekt ein, bei dem die Absorption der Lichtenergie das Pigment durch ihre Schockwelle zertrümmert und in kleine Pigmentpartikel aufsprengt. Diese kleinen Pigmentpartikel werden über die Blutbahn und das Lymphsystem in die Lymphknoten abtransportiert. In den Lymphknoten bleiben die Farbpigmente unsichtbar bis zum Ende des Lebens.
Hier eine Übersicht, wie effektiv bestimmte Tattoo-Farben mit dem Rubin-Laser behandelt werden können:
Farbe schwarz,
blau,
grün,
grau
braun,
violett,
purpur
rot,
gelb
weiss,
orange,
hautfarben
Ergebnis Exzellent Sehr gut Limitiert Nicht möglich

Ergebnis nach Farbe des Tattoos

Behandlungserfolg

Die Tattooentfernung mittels Laser ist leider nicht mit einer Sitzung möglich. Es sind immer mehrere Behandlungen in zeitlichen Abständen notwendig. Die genaue Anzahl der Behandlungen ist von vielen Faktoren abhängig und lässt sich nicht im Voraus festlegen.
Tattoo in Behandlung

Tattoo in der Behandlung (Klick für Vergrößerung)

Folgende Faktoren beeinflussen die Anzahl und das Ergebnis der Behandlung:
  • Größe des zu entfernenden Tattoos
  • Tiefe der Pigmentplatzierung
  • Verwendete Farbe
  • Qualität des Tattoos
  • Effektivität/Qualität des verwendeten Lasers
  • Reaktionsfähigkeit des Immunsystems
  • Art der Nachbehandlung
Um das Immun- und Lymphsystem nicht übermäßig zu belasten, werden pro Behandlung nicht mehr als ca. 200 cm2 Fläche gleichzeitig mit dem Laser behandelt.
Im Durchschnitt sind ca. 6 bis 12 Laserbehandlungen für ein sehr gutes Ergebnis nötig. Einige Laien-Tattoos können evtl. mit weniger Sitzungen entfernt werden.
Das Lymphsystem benötigt Zeit, um die zertrümmerten Teile des Pigments abzutransportieren, bevor die nächste Behandlung erfolgen kann, so dass der Behandlungsabstand ca. 6 bis 8 Wochen beträgt. Die Tätowierung wird dadurch nach jeder Sitzung blasser und verschwindet am Ende im besten Fall vollständig.


Permanent-Make-Up

Permanent-Make-Ups sind durch die verwendeten Farben extrem schwierig bzw. gar nicht zu entfernen, da die Farben oft sehr instabil sind und bei der Behandlung Farbumschläge (z. B. rot nach schwarz) produzieren können. Die neu entstandenen Farben lassen sich u. U. noch schwieriger entfernen als die Ursprungsfarbe.
Von daher lehnen wir in der Regel die Behandlung von Permanent-Make-Up ab.

Cover-Up

Bei einem Cover-Up wird ein altes Tattoo, oder Teile davon, erneut übertätowiert, überarbeitet oder in ein anderes Tattoo eingebunden. Das kann mit Laserbehandlung kombiniert werden, wenn ein Teil des alten Tattoos per Laser entfernt und der Rest übertätowiert wird.

High-Tec Tattoo-Entfernung mit dem Q-Switch Rubinlaser

Rubin-Laser sind aufgrund ihrer Wellenlänge von 694 nm optimal für alle dunklen Farben wie schwarz, braun, dunkelgrün und blau geeignet. Sehr helle und weiße Farben lassen sich kaum mit einem Laser entfernen.
Gütegeschaltete (Q-Switch) Lasersysteme mit ultrakurzen Impulszeiten stellen den aktuellen Stand der Technik dar. Oft finden sich in Anzeigen oder Prospekten verschiedener Anbieter Versprechen, dass sie ein völlig neues oder viel besseres Ergebnis mit ihrem Gerät erzielen. Es handelt sich in den meisten Fällen um Marketing von asiatischen Nachahmern ohne eigene Forschung, die ihre Tischgeräte (häufig frequenzverdoppelte Nd:YAG-Laser) an Laien ohne erforderliche Ausbildung und deutlich billiger verkaufen.
In Ihrem eigenen Interesse sollten Sie einen festinstallierten, justierten und regelmäßig gewarteten Marken-Laser gegenüber einem kleinen tragbaren Tischgerät bevorzugen.
Enthaarungslaser oder Blitzlampen-Geräte (in diesem Zusammenhang aber als „Laser“ beworben) sollten generell nicht zur Tattoobehandlung verwendet werden, da ihre Lichtimpulse viel zu lang sind, was zu einem erhöhten Narbenrisiko führt und auch kein zufriedenstellendes Ergebnis bringt.